Geschirr für die Hochzeit mieten: Der Guide für ein stimmiges Tablesetting

Das Geschirr gehört zu den Elementen einer Hochzeit, die auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinen. Teller braucht schließlich jedes Dinner.

Gestalterisch passiert auf dem gedeckten Tisch aber deutlich mehr.

Form, Farbe und Oberfläche eines Tellers beeinflussen, wie Tischwäsche, Floristik, Papeterie, Besteck und Gläser zusammen wirken. Ein zurückhaltender weißer Teller kann einem aufwendig gestalteten Tisch Ruhe geben. Ein strukturierter oder farbiger Teller kann dagegen selbst zum gestalterischen Element werden.

Wer Geschirr für die Hochzeit mieten möchte, sollte deshalb nicht nur fragen:

Welche Teller brauchen wir?

Sondern auch:

Welche Rolle soll das Geschirr in unserem gesamten Tablesetting übernehmen?

Genau dort beginnt eine wirklich stimmige Hochzeitstafel.


Welches Geschirr braucht man für eine Hochzeit?

Bevor ihr euch mit Farben, Formen oder bestimmten Teller-Serien beschäftigt, sollte das Menü feststehen.

Denn nicht jedes Dinner benötigt dieselben Komponenten.

Je nach Ablauf können beispielsweise benötigt werden:

  • Speiseteller
  • Vorspeisenteller
  • Brotteller
  • Suppen- oder Pastateller
  • Dessert- oder Kuchenteller
  • eventuell Platzteller als gestalterische Basis

Entscheidend ist deshalb zunächst die Abstimmung mit eurem Caterer.

Lasst euch genau erklären, welche Gänge serviert werden und auf welchem Geschirr diese geplant sind.

Auch die Art des Dinners spielt eine Rolle. Ein gesetztes Menü stellt andere Anforderungen an das Geschirr als ein Buffet, Sharing Dinner oder Flying Dinner.

Unser Rat:

Erst den Ablauf verstehen. Dann das Geschirr auswählen.

So vermeidet ihr unnötige Mietpositionen und stellt gleichzeitig sicher, dass für jeden Gang das passende Tableware vorhanden ist.


Das Geschirr sollte zum Konzept passen – nicht nur zur Farbe

Bei der Auswahl von Hochzeitsgeschirr wird häufig zuerst nach einer Farbe gesucht:

Weiße Teller. Beige Teller. Teller mit Goldrand.

Für ein wirklich stimmiges Tablesetting lohnt sich jedoch ein etwas breiterer Blick.

Denn genauso wichtig wie die Farbe sind:

  • Form
  • Oberfläche
  • Materialwirkung
  • Randgestaltung
  • Größe
  • Struktur
  • Kombination mit anderen Elementen

Ein organisch geformter Teller erzeugt beispielsweise eine andere Wirkung als ein sehr geradliniges Modell.

Feine Strukturen können einen ruhigen Tisch interessanter machen, während ein auffälliges Muster bei einer ohnehin intensiven Floristik schnell mit anderen Elementen konkurriert.

Versucht deshalb nicht, jeden Bestandteil einzeln zu beurteilen.

Ein guter Teller muss nicht allein spektakulär aussehen. Er muss im Gesamtbild funktionieren.


Beginnt beim Tablesetting mit einer gestalterischen Basis

Ein stimmiges Tablesetting entsteht leichter, wenn ihr nicht zehn einzelne Entscheidungen unabhängig voneinander trefft.

Definiert zunächst eine visuelle Richtung.

Zum Beispiel:

Modern & reduziert
Klare Formen, zurückhaltende Teller, reduziertes Besteck, klare Gläser und wenige gezielte Akzente.

Organic Elegance
Natürliche Materialien, strukturierte oder organisch geformte Teller, Leinentextilien und eine warme, zurückhaltende Farbwelt.

Editorial & kontrastreich
Ausdrucksstarke Teller, dunkles Besteck, klare Formen und bewusst gesetzte Farbkontraste.

Klassisch & elegant
Zeitloses Porzellan, Silberbesteck, hochwertige Gläser und eine ruhige Tischwäsche.

Diese Richtung hilft euch anschließend dabei, Produkte nicht nur danach auszuwählen, ob ihr sie einzeln schön findet.

Die bessere Frage lautet:

Passt dieses Produkt in unsere gemeinsame Designsprache?


Teller, Platzteller und Layering: Wie viel braucht ein Gedeck?

Mehr ist nicht automatisch besser.

Gerade bei hochwertigen Tablesettings entsteht Wirkung häufig über wenige, bewusst gewählte Ebenen.

Ein Platzteller kann beispielsweise einen sehr schönen Rahmen für das eigentliche Geschirr bilden und jedem Sitzplatz bereits vor Beginn des Dinners Präsenz geben.

Er ist aber kein Muss.

Auf einem kleineren Tisch mit aufwendiger Floristik, mehreren Gläsern, Papeterie und vielen Dinner-Komponenten kann ein zusätzliches Element den Platz unnötig verdichten.

Auf großzügigen Tafeln kann derselbe Platzteller dagegen genau die richtige Basis schaffen.

Bei DESIGNRAUSCH arbeiten wir deshalb lieber mit Proportionen und Wirkung als mit festen Regeln.

Fragt euch:

Wie groß ist der Tisch?

Wie viel Platz hat jede Person?

Welche Elemente stehen bereits auf dem Tisch?

Wie umfangreich ist die Floristik?

Wie viele Gläser werden eingedeckt?

Und wie präsent soll das Gedeck selbst sein?

Erst daraus ergibt sich, wie viel Layering tatsächlich sinnvoll ist.


Geschirr, Besteck und Gläser immer gemeinsam betrachten

Ein Teller steht bei einer Hochzeit nie allein auf dem Tisch.

Direkt daneben liegen Besteck und Serviette. Darüber oder daneben stehen unterschiedliche Gläser. Häufig kommen Menükarten, Namenskarten oder kleine Details hinzu.

Deshalb lohnt sich bei der Auswahl ein einfacher Test:

Legt die wichtigsten Bestandteile einmal gemeinsam nebeneinander.

Bei DESIGNRAUSCH RENTALS kombinieren wir Produkte genau aus diesem Grund lieber als Gesamtkomposition statt isoliert.

Ein weißer Teller kann beispielsweise mit Classic Silver sehr klassisch und ruhig wirken.

Mit schwarzem Besteck entsteht aus demselben Teller sofort eine deutlich grafischere und modernere Richtung.

Ein Wave Platzteller kann wiederum bereits durch seine Form eine zusätzliche Ebene ins Setting bringen, ohne dass weitere Dekoration notwendig wird.

Das Produkt bleibt dasselbe.

Die Atmosphäre verändert sich durch die Kombination.


Tischwäsche ist Teil des Gedecks

Auch die Tischdecke sollte nicht erst ausgewählt werden, wenn Geschirr und Dekoration bereits feststehen.

Sie bildet die größte zusammenhängende Fläche innerhalb des Tablesettings und beeinflusst deshalb nahezu jedes andere Element.

Ein weißer Teller wirkt auf einer weißen Tischdecke anders als auf Sandrose, Oliv, Grau oder einem warmen Naturton.

Dasselbe gilt für Leinenservietten.

Über eine Serviette lässt sich eine Farbe oft sehr subtil wiederholen, ohne das gesamte Tablesetting darauf auszurichten.

Besonders bei zurückhaltendem Geschirr können Textilien deshalb eine wichtige gestalterische Ebene übernehmen.

Unser Grundsatz dabei:

Nicht jedes Element muss auffallen. Aber jedes Element sollte zum Gesamtbild beitragen.


Floristik und Geschirr dürfen miteinander arbeiten

Auch die Floristik beeinflusst die Auswahl des Geschirrs.

Bei sehr ausdrucksstarken Blumenarrangements kann ein ruhiger Teller die notwendige Balance schaffen.

Ist die Floristik dagegen bewusst reduziert, darf das Tableware selbst stärker in Erscheinung treten.

Dabei muss nicht jede Farbe exakt wiederholt werden.

Häufig wirkt ein Tablesetting spannender, wenn sich Farben lediglich gegenseitig ergänzen.

Beispielsweise können warme florale Töne mit neutralem Geschirr und silbernem Besteck kombiniert werden. Eine einzelne Farbe kann anschließend über Servietten, Papeterie oder Glas aufgegriffen werden.

So entsteht Verbindung, ohne dass das Setting zu exakt abgestimmt wirkt.


Erst der Tisch, dann Pinterest

Inspiration ist hilfreich.

Problematisch wird sie erst, wenn ein Tablesetting unabhängig von den tatsächlichen Gegebenheiten geplant wird.

Ein langes, schmales Dinner-Setting aus einem Inspirationsbild lässt sich nicht automatisch auf jeden runden Banketttisch übertragen.

Deshalb solltet ihr bei der Planung immer auch die Location berücksichtigen:

  • Welche Tischform wird verwendet?
  • Wie groß sind die Tischplatten?
  • Wie viele Personen sitzen an einem Tisch?
  • Welche Stühle werden verwendet?
  • Welche Farbe und Materialität besitzt der Raum?
  • Wie viel Platz bleibt für Floristik und Dekoration?
  • Wird Family Style serviert und werden Platten auf dem Tisch benötigt?

Besonders der letzte Punkt wird häufig unterschätzt.

Wenn während des Dinners Speisen auf den Tischen platziert werden, muss dafür ausreichend freie Fläche eingeplant werden.

Ein schönes Tablesetting funktioniert nur dann wirklich gut, wenn es auch während des Events funktioniert.


Ein Probetisch kann viele Entscheidungen vereinfachen

Farben und Materialien lassen sich am Bildschirm nur begrenzt beurteilen.

Gerade wenn unterschiedliche Textilien, Teller, Besteckserien und Gläser kombiniert werden sollen, kann ein Probetisch deshalb sehr hilfreich sein.

Legt unterschiedliche Varianten nebeneinander.

Tauscht nur einen Bestandteil aus.

Vergleicht beispielsweise:

weißer Teller + Silberbesteck

mit

weißem Teller + schwarzem Besteck.

Oder:

neutrale Tischdecke + farbige Serviette

mit

farbige Tischdecke + neutrale Serviette.

Oft zeigt sich sehr schnell, welche Kombination tatsächlich der Vorstellung entspricht.

Bei DESIGNRAUSCH RENTALS könnt ihr ausgewählte Materialien und Produkte auch in unserem Showroom in Mannheim gemeinsam betrachten und kombinieren.


Geschirr für die Hochzeit mieten statt kaufen

Für Hochzeiten ist Mietgeschirr in vielen Fällen die sinnvollere Lösung.

Nicht nur, weil große Mengen Geschirr nach der Hochzeit nicht dauerhaft benötigt werden.

Ein Rental-Sortiment ermöglicht vor allem, verschiedene Komponenten gezielt für das eigene Konzept zusammenzustellen.

Ihr könnt dadurch beispielsweise:

  • unterschiedliche Teller kombinieren
  • passende Platzteller ergänzen
  • Besteck auf das Design abstimmen
  • Gläser integrieren
  • Tischwäsche und Servietten ergänzen

So entsteht nicht einfach eine Ausstattung für das Dinner, sondern eine zusammenhängende Gestaltung.

Gerade darin liegt für uns der Unterschied zwischen Geschirr mieten und ein Tablesetting entwickeln.


Wann sollte man Hochzeitsgeschirr reservieren?

Sobald Location, Gästezahl und grundlegendes Dinner-Konzept feststehen, lohnt es sich, die gewünschte Tableware auszuwählen.

Besonders bei größeren Hochzeiten benötigt ihr viele identische Artikel in derselben Serie.

Je konkreter eure Vorstellungen sind, desto sinnvoller ist deshalb eine frühzeitige Anfrage.

Die endgültigen Mengen können anschließend anhand des finalen Ablaufs und in Abstimmung mit Catering, Planung und Location überprüft werden.

Wichtig ist dabei:

Nicht nur die Gästezahl entscheidet über die benötigte Menge.

Auch Menüfolge, Serviceablauf und die Frage, ob Teller zwischen einzelnen Gängen erneut verwendet werden können, spielen eine Rolle.


Welche Fragen solltet ihr vor der Bestellung mit dem Caterer klären?

Bevor ihr eure Mietanfrage abschickt, solltet ihr idealerweise folgende Punkte kennen:

Wie viele Gäste werden erwartet?

Welche Gänge werden serviert?

Welcher Teller wird für welchen Gang benötigt?

Benötigt das Catering bestimmte Tellergrößen oder -formen?

Gibt es Brot oder Beilagen, für die zusätzliche Teller benötigt werden?

Wie wird Dessert bzw. Hochzeitstorte serviert?

Welche Besteckteile werden benötigt?

Welche Gläser stellt der Caterer oder die Location eventuell bereits zur Verfügung?

Wird Sharing Food auf dem Tisch serviert?

Diese Abstimmung verhindert Doppelbestellungen und sorgt dafür, dass Gestaltung und Service später zusammen funktionieren.


Hochzeitsgeschirr in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region mieten

Unser DESIGNRAUSCH RENTALS Showroom und Lager befinden sich in Mannheim.

Von hier aus statten wir Hochzeiten und Events unter anderem in Mannheim, Heidelberg und der Rhein-Neckar-Region sowie darüber hinaus aus.

Dabei könnt ihr Tableware nicht nur einzeln betrachten.

Unser Sortiment ist so gedacht, dass sich Teller, Platzteller, Besteck, Gläser, Tischwäsche, Servietten, Leuchten und weitere Elemente miteinander kombinieren lassen.

Denn die Entscheidung für den richtigen Teller ist wichtig.

Noch wichtiger ist das Bild, das am Ende daraus entsteht.